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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) betrifft jeden Stromkunden – und letztendlich jeden Verbraucher.

Denn seit dem Jahr 2000 ist die so genannte EEG-Umlage fester Bestandteil des Strompreises. Grund genug, Ihnen hier ein paar Hintergrundinformationen zum EEG zu bieten.

Wozu haben wir ein Erneuerbare-Energien-Gesetz?

Der Ausbau der erneuerbaren Energien leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und sorgt dafür, dass Deutschland unabhängiger von Rohstoffimporten wird. Nebenbei schaffen Forschungsprojekte Arbeitsplätze und helfen, wichtiges Technologie-Know-how aufzubauen.

Das EEG hat seit 2000 einen massiven Anschub der Erzeugung von regenerativem Strom bewirkt. So betrug die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien im Jahr 1990 noch 4,5 Gigawatt. Im Jahr 2009 waren es bereits 43,9 Gigawatt.

Windräder

Warum beeinflusst das EEG den Strompreis?

Das EEG legt fest, dass Energien aus erneuerbaren Quellen mit einem festgelegten Preis vergütet werden. Da dieser über dem Marktpreis des Stroms aus konventionellen Quellen liegt, wird der Mehrbetrag über ein spezielles Rechenverfahren auf alle Stromkunden umgelegt. Dieser Betrag taucht in Ihrer Rechnung als EEG-Umlage auf.

Durch diesen Anteil wird gewährleistet, dass jeder Stromkunde einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien leistet, auch wenn er selbst keine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat oder als Verbraucher Ökostrom bezieht.

Was passiert mit den Einnahmen aus der EEG-Umlage?

Alle Einspeiser erneuerbarer Energien – das sind Besitzer von Photovoltaikanlagen ebenso wie Betreiber von Windkrafträdern – erhalten eine Garantie, dass der von ihnen produzierte Strom über 20 Jahre zu einem festgelegten Tarif abgenommen wird. Der örtliche Netzbetreiber zahlt diese so genannte EEG-Vergütung an die Einspeiser aus den Einnahmen der EEG-Umlage.

Wie ist die Entwicklung des EEG-Anteils?

Die Bundesregierung beabsichtigt, den Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch bis 2050 auf 80 Prozent anzuheben. Dadurch steigt auch die Höhe des EEG-Anteils am Strompreis.

Der Anteil der EEG-Umlage am Strompreis der SVH Stromversorgung Haar (SVH) gestaltet sich folgendermaßen:

  • 2012  3,592 Cent/kWh
  • 2013  5,277 Cent/kWh
  • 2014  6,240 Cent/kWh
  • 2015  6,170 Cent/kWh
  • 2016  6,354 Cent/kWh


  • EEG-Umlage

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Was können Sie tun?

Viele Kunden der SVH haben sich für ein Festpreisprodukt entschieden. Sie haben dadurch die Sicherheit, dass ihr Tarif nicht von den Preisschwankungen des Energiemarktes betroffen ist und dass sich auch am Arbeitspreis für die vertragliche Laufzeit nichts ändert.

Preissteigerungen durch das EEG zählen jedoch zu den gesetzlichen Abgaben und fallen deshalb nicht unter die Preisgarantie. Der Grund ist einfach: Wir als Ihr Stromversorger können diesen Preisanteil nicht beeinflussen. Er unterliegt ähnlich wie die Mehrwertsteuer völlig den Vorgaben des Gesetzgebers.

  • Staatsanteil-Gesamtbelastung

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Kritik am EEG

Viele Unternehmen aus energieintensiven Branchen sind von der EEG-Umlage befreit. Die Begründung: Man will den Standort Deutschland international wettbewerbsfähig halten. Die EU-Kommission hatte Bedenken, dass diese Befreiung gegen EU-Beihilfevorschriften verstoßen. Die Bundesregierung konnte diese Vorbehalte jedoch inzwischen ausräumen.

Auch der Bundesverband erneuerbarer Energien (BEE) hält das Konstrukt der EEG-Umlage für mangelhaft. Grund ist, dass die Erneuerbaren den Strompreis an der Börse inzwischen senken, dieser Preisvorteil jedoch nicht beim Privatkunden ankommt, sondern nur bei Großkunden. Und ausgerechnet stromintensive Betriebe würden dann auch noch auf Kosten der Haushalte von den Umlagezahlungen befreit werden.

Quellen:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/faq-oekostromumlage100.html
http://m.bee-ev.de/mitteilungen/detailansicht/eeg-umlage-kein-preisschild-fuer-die-energiewende/

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